LHR erzielt Rekordsumme für Mandanten: Fotograf erhält 14.000 € Schadensersatz wegen Nichtnennung als Urheber

Unser Mandant, ein Fotograf, hatte bemerkt, dass eines seiner Lichtbildwerke als Illustration mehrerer Pressemitteilungen eines Unternehmens verwendet wurde. Und das, ohne Einverständnis und – was für Fotografen häufiger viel wichtiger ist – ohne seinen Namen zu nennen.

Creative Commons-Werke: Kostenlos, aber nicht gemeinfrei

Der Ärger unseres Mandanten war daher groß. Insbesondere, weil er seine Lichtbilder unter anderem auf Wikipedia Dritten sogar kostenlos zur Nutzung zur Verfügung stellt. Er berechnet dafür nichts, sondern bittet allein darum, bei der Verwendung des Lichtbilds als Urheber genannt zu werden. Dazu bedient er sich der Bedingungen der Creative Commons License “Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (Attribution-ShareAlike 3.0 Unported)“. Das bedeutet, dass die Lichtbilder kostenlos genutzt werden können, jedoch nur unter der Bedingung, dass mindestens die folgenden Angaben gemacht werden:

Werktitel, Name des Urhebers, Link auf das Werk und/oder den Urheber und Link auf die Lizenzurkunde bei Creative Commons.

Creative Commons: Es muss immer mindestens der Urheber genannt werden

Die Veröffentlichungen des Lichtbildes innerhalb der Pressemitteilungen hielten diese Vorgaben jedoch nicht ein. Es wurden weder Titel des Werks noch der Name bzw. das Pseudonym unseres Mandanten mitgeteilt. Es wurde auch nicht, wie es die Lizenzbedingungen vorschreiben, auf die entsprechende Seite unseres Mandanten oder auf die unter der URL http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de erreichbare Lizenzurkunde bei Creative Commons verlinkt.

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