Die geheime Dienstanweisung

In einer Strafsache wegen Trunkenheit im Straßenverkehr hatte der seinerzeit deutlich betrunkene Mandant nach dem Aufgreifen durch die Polizei angeblich Angaben zu dem Tatvorwurf getätigt. Der seinerzeit anwesende Polizeibeamte will diesen Angaben entnommen haben, daß der Mandant mit seinem Kraftrad gefahren war. Allerdings hatte der Beamte vieles von dem, was der Mandant darüber hinaus zu ihm gesagt hatte, nicht verstanden. Der Angeklagte habe sich zu einem erheblichen Teil völlig unverständlich geäußert.

Nun hatte niemand den Mandanten fahren sehen. Die Verurteilung hätte also allein auf die Angaben gegenüber dem Polizeibeamten gestützt werden können.

Der Mandant selbst berichtete, daß er mit seinem Kraftrad gefahren war, das Fahrzeug dann liegengeblieben sei und er daraufhin zur bei sich geführten Flasche mit Hochprozentigem gegriffen habe, um sein Kraftrad dann schiebend, trinkend und fluchend weiterzubewegen. Unterbrochen von (Trink-)Pausen habe er das Fahrzeug geschoben, sei dann mit dem Fahrzeug umgekippt und in diesem Zustand angetroffen worden.

Tatsächlich fanden sich am Fahrzeug und auf der Straße keinerlei Spuren, die darauf hindeuteten, daß der Mandant aus der Fahrt heraus gestürzt war. Verletzungen wies er ebenfalls nicht auf. Es sprach also einiges für die Angaben des Mandanten. Die Funktionsfähigkeit des Fahrzeuges war nicht überprüft worden ...

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