Autobahn-Sniper: Zweifelhafter Fahndungserfolg

Datenschützer kritisieren, dass bei der Fahndung nach dem Autobahn-Schützen Millionen unbeteiligter Verkehrsteilnehmer ins Visier gerieten.

Krieg auf Autobahnen

Der am Sonntag verhaftete mutmaßliche Autobahnschütze soll seit 2008 insgesamt 762 Mal auf andere Lastwagen geschossen haben, meist auf Autotransporter. Nach Auskunft von BKA-Präsident Jörg Ziercke hat er die Taten weitgehend gestanden.

Bei dem verhafteten 57 Jahre alten Lkw-Fahrer seien zwei Pistolen, ein Schießkugelschreiber und 1.300 Schuss Munition sichergestellt worden. Er wird sich unter anderem wegen versuchten Totschlags verantworten müssen, denn im Jahr 2009 war bei Schüssen auf der A3 bei Würzburg eine Autofahrerin am Hals getroffen und schwer verletzt worden.

Der Verhaftete soll ausgesagt haben, vor vielen Jahren einmal von einem Autotransporter abgedrängt worden zu sein, es habe fast einen Unfall gegeben. Aus Sicht des Täters herrsche auf deutschen Autobahnen “Krieg”.

Verhältnismäßigkeit gewahrt?

Um den Schützen zu fassen, wurden entlang von sieben Autobahnabschnitten von Aachen Richtung Bayern und Baden-Württemberg verdeckte Kennzeichenlesegeräte installiert. Nach Schätzungen des rheinland-pfälzischen Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner wurden auf diese Weise 60 bis 80 Millionen Kennzeichen erfasst ...

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