Vorteile einer Mediation – inbesondere bei Trennung und Scheidung

Gerade im Familienrecht bietet die Mediation eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber gerichtlichen Auseinandersetzungen. Denn Trennung und Scheidung zählen zu den am meisten belastenden Ereignissen im Leben. Die Beteiligten durchleben existenzielle Vertrauenskrisen, sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Freundes- und Bekanntenkreises und ihres sozialen Umfelds. In vielen Fällen ist eine Trennung auch mit Angst vor finanziellen Sorgen verknüpft. Kinder bis zum Schulkindalter sind dabei besonders betroffen. Die Trennung der Eltern erlebt ein Kind oft als von ihm verschuldet und als Bestrafung. Zudem werden die Trauer, die Ängste und Aggressionen des Elternteils, bei dem es lebt, übernommen und als eigene erlebt. Nach einer Trennung ist das Spektrum regelungsbedürftiger Aspekte sehr groß. Typische Themenbereiche sind z. B. Verantwortung für die gemeinsamen Kinder, Lebensunterhalt, berufliche Situationen, Wohnsituation der einzelnen Familienmitglieder, Wohnungseinrichtung, Vermögen/Schulden, Versicherungen, soziales Umfeld.

Eigenverantwortlichkeit Im Rahmen eines Mediationsverfahrens bestimmen die Konfliktparteien selbst, welche Themen geklärt werden sollen. Sie beide sind nicht wie im Gerichtsverfahren durch die Anträge eingeschränkt. Wegen des Grundsatzes der Privatautonomie können die Beteiligten einer Trennungs- und Scheidungsmediation so gut wie alle Bereiche eigenverantwortlich regeln. Dem Familiengericht selbst bleiben nur wenige Entscheidungen vorbehalten, insbesondere die Ehescheidung (§ 1564 Abs. 1 BGB), der Versorgungsausgleich (§ 1587 BGB) sowie die Regelung des Sorgerechts für ein Kind auf Antrag einer Partei (§§ 1671, 1672 BGB) ...

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