“Quaks” und “Pilot” – die Sorge vor den überbegabten Studenten

Durchsuchung im Raum Stuttgart: Staatsgefährdende Gewalttat?

Unter den Ermittlern im LKA-Baden-Württemberg muss es passionierte Filmfreunde geben: Als man auf der Suche nach einem Operationsnamen für die Ermittlungen rund um Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Stuttgart war, kam man auf die Idee, den Vorgang “Quaks” zu nennen. Wie “Quaks der Bruchpilot“, ein “Heinz-Rühmann-Film”, den Leser eines Blogs wohl eher nicht mehr kennen. Ob sich die Ermittler der Ambivalenz des Namens bewusst waren? Bruchpilot, das mag auch derjenige sein, der sein Modellflugzeug zu anderen Zwecken missbraucht. Wer aber den Film gesehen hat, weiss, das Otto “Quaks” Groschenbügel (gespielt von Heinz Rühmann) vor allem durch seine große Klappe auffällt - hinter der sich nicht viel verbirgt. Hatte man unfreiwillig einen besonders gut passenden Operationsnamen gewählt?

Tatsächlich pendelte “Quaks” in den vergangenen Monaten zwischen den Extremen. Es gab Phasen, in denen die Ermittler von Staatsanwaltschaft Stuttgart, Generalbundesanwalt, Verfassungsschutz und LKA Baden-Württemberg Angst hatten, ihre “Zielpersonen” seien unmittelbar dabei, eine hochgefährliche Flugzeugbombe zu bauen. Dann sah alles wieder ruhiger aus. Entsprechend kontrovers wurde diskutiert: Gefährlicher Terrorplot? Oder übermütige Studenten, die den Mund zu voll nehmen, wenn es um politische Diskussionen ging?

Entsprechend hin und her gingen auch die Ermittlungszuständigkeiten: Anfangs war es die Staatsanwaltschaft Stuttgart, dann der Generalbundesanwalt mit dem Grundsatzreferat von Bundesanwalt Michael Bruns, der auch schon das GIMF-Verfahren und die “Düsseldorfer Zelle” bearbeitete ...

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