Ein Physiker, sein Photovoltaik, kein Plagiat, aber….

…. zu unwürdig für den Doktortitel?

Diese Frage muss das Bundesverwaltungsgericht beantworten.

Ausgangszutaten:

Die Universität Konstanz. Ein Physiker. Ein Doktortitel. Eine Klage. Ein Revisionsverfahren.

Streitig: Wann und unter welchen Voraussetzungen unwürdiges Verhalten zum Entzug des Doktortitels berechtigen kann.

Demnächst beim Bundesverwaltungsgericht. Worum geht es konkret?

Der Kläger ist Physiker. Die beklagte Universität promovierte ihn mit einer Arbeit auf dem Gebiet der Photovoltaik und verlieh ihm den Doktorgrad (Dr. rer. nat.).

In den Jahren 1998 bis 2002 befasste sich der Kläger in einer Forschungseinrichtung in den USA mit Forschungen und Experimenten zur Supraleitung und zur Herstellung von Nano-Bauelementen.

Er war in dieser Zeit an über 70 wissenschaftlichen Publikationen beteiligt, die in der Wissenschaft teilweise als bahnbrechend gewürdigt wurden.

Die beklagte Universität wirft dem Kläger vor, eine Vielzahl seiner veröffentlichten wissenschaftlichen Ergebnisse könnten wegen einer mangelnden Dokumentation der durchgeführten Experimente nicht nachvollzogen werden und beruhten auf einer Manipulation bzw. Fälschung von Daten.

Sie entzog dem Kläger den Doktorgrad und stützte sich hierfür auf eine landesrechtliche Vorschrift, nach der eine solche Entziehung ausgesprochen werden kann, wenn sich der Inhaber durch sein späteres Verhalten der Führung des Doktorgrades unwürdig erwiesen hat.

Der Verwaltungsgerichtshof hat die hiergegen gerichtete Klage im Berufungsverfahren abgewiesen: Die “Unwürdigkeit” zur Führung eines Doktorgrades im Sinne des § 35 Abs. 7 LHG könne aus Wesen und Funktion der Verleihung wissenschaftsbezogen bestimmt und ausgelegt werden ...

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