Abenteuer Werbewildnis: Bei Unzufriedenheit Geld zurück – garantiert

Der Kunde ist König – und seine Zufriedenheit mit einem Produkt ist ein relevanter Marketingfaktor, der gerne als Anknüpfungspunkt für „Garantien“ verwendet wird: „Probieren Sie das Produkt in Ruhe aus. Sollten Sie 6 Monate nach dem Kauf mit dem Produkt nicht zufrieden sein, erhalten Sie Ihr Geld zurück!“ Führen solche Garantieversprechen aber möglicherweise tief in die Gefahrenzone des Werbedschungels?

Auch eine Werbung mit Garantieversprechen muss sich an den Regelungen des UWG messen lassen. Denn Garantieversprechen sind „Verkaufsförderungsmaßnahmen“. Darunter fallen nämlich alle geldwerten Vergünstigungen, die ein Unternehmen Verbrauchern zur Förderung des Absatzes von Produkten und Dienstleistungen gewährt. Neben Preisnachlässen, Zugaben und Geschenken reiht sich die „Zufriedenheitsgarantie“ in die Liste der möglichen Verkaufsförderungsmaßnahmen ein.

UWG als Maßstab

Verkaufsförderungsmaßnahmen unterliegen gemäß § 4 Nr. 4 UWG dem Transparenzgebot: Grundsätzlich muss also der Verbraucher mit allen Informationen versorgt werden, die er benötigt, um eine geschäftliche Entscheidung zu treffen. Doch wann müssen die Informationen zu den einzelnen Bedingungen der Zufriedenheitsgarantie vorliegen? Bereits bei der Werbung? Oder doch erst bei Abwicklung des Kaufes? Anders gefragt: Ist es ausreichend, im Rahmen einer Werbung die Zufriedenheitsgarantie ins Zentrum zu stellen, für die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme dieser Garantie aber auf Informationen zum Beispiel im Internet hinzuweisen?

Die Bedingungen für die Inanspruchnahme der Zufriedenheitsgarantie sind grundsätzlich schon im Rahmen der Werbung zu nennen ...

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