Rheumatologie in Berlin unterversorgt - Was tun?

Der Zulassungsbezirk Berlin ist für Rheumatologen gesperrt. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist der Bereich insofern überversorgt. Allerdings klagen die Patienten über lange Wartezeiten. Auch die 34 in Berlin niedergelassenen Rheumatologen monieren die schlechte Versorgung ihrer Patienten und dies obgleich das weitgefächerte Krankheitsbild "Rheuma" für den nicht rheumatologisch spezialisierten Arzt schwer zu diagnostizieren ist. In Berlin soll es rund 150.000 Patienten geben, die an Rheuma leiden. Sörensen fordert daher 64 niedergelassene Rheumatologen in Berlin.

Wer als Rheumatologe im gesperrten Zulassungsbezirk Berlin eine Zulassung begehrt, sollte sich von der Zulassungssperre nicht abschrecken lassen. Er kann gleichwohl eine Zulassung beantragen und im Verwaltungsverfahren eine Überprüfung der Zulassungssperre erwirken und dies auch - wenn auch in eingeschränktem Maße - gerichtlich überprüfen lassen. Sinnvoll ist es auch, eine sogenannte Sonderbedarfszulassung zu beantragen und dabei den Bedarf darzulegen. Der Bedarf ergibt sich zum einen aus dem Verhältnis von Patienten zu niedergelassenen Rheumatologen. Zum anderen ergibt er sich unter anderem aus den Wartezeiten der Patienten.

Oftmals scheitern Sonderbedarfszulassungsanträge, weil die niedergelassenen Vertragsärzte - wenn sie von der KV nach dem Bedarf an weiteren niedergelassenen Ärzten befragt werden - einen solchen Bedarf verneinen (und damit wie böse Zungen sagen auch ihren Patientenstamm schützen) ...

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