Langer Atem erforderlich - über die Hinhaltetaktik bestimmter Versicherungen

Unfallversicherungen

Die Unfallversicherungen weisen Ansprüche ihrer Versicherten in der Regel nach folgendem Muster ab: Es wird zuerst behauptet, der Unfall sei kein Unfall gewesen. Dann wird behauptet, die Folgen des Unfalls, dh die Verletzungen, seien gar keine Folge des Unfalles, sondern sie beruhten auf sogenannten Vorerkrankungen. Hier werden die abenteuerlichsten Behauptungen aufgestellt. So wird behauptet, ein Versicherter, der gestürzt ist und sich an der Schulter verletzte, habe schon vorher eine beschädigte Schulter gehabt, obgleich er zuvor gar keine Beschwerden an der Schulter hatte - eine 10 Jahre zurückliegende Verletzung der Schulter, die folgenlos ausgeheilt war wird von der Versucherung als Grund für die Beschwerden genannt. Weiter wird schließlich behauptet, die Folgen seien weniger schlimm, als von dem Versicherten behauptet. Gerne wirft die Versicherung dem Versicherten auch vor, er habe seine Anzeigepflichten verletzt oder er habe die Folgen des Unfalls nicht innerhalb der Fristen dargelegt. Im Ergebnis werden Ansprüche in der Regel erstmal abgelehnt. Die Versicherung spielt dann auf Zeit, weil sie weiss, dass viele Versicherte eine zeitaufwändige Auseinandersetzung mit der Versicherung scheuen.

Geht es um die Frage der Schwere des Unfalls oder der Vorerkrankungen, schalten die Unfallversicherungen von Ihnen bezahlte Gutachter ein. Diese kommen regelmäßig zu Ergebnissen, die ihrem Dienstherren, nämlich dem Versicherer, genehm sind. Andernfalls werden sie auch nicht weiter von der Versicherung beauftragt. Und da die Gutachtenaufträge für die Gutachter sehr lukrativ sind, sind diese gehalten, im Sinne des Versicherers zu entscheiden. Der Versicherter sollte diesen Parteigutachten (also von einer Seite beauftragten, nicht unabhängigen Gutachtern) deshalb nicht allzuviel Bedeutung beimessen.

Der Versicherte ist gut beraten, früh zum Arzt zu gehen um seine Beschwerden zu dokumentieren ...

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