Fremdsamenspende vor dem Aus?

Denn das Persönlichkeitsrecht des Kindes (sprich das besonders schützenswerte Recht auf Kenntnis seiner Abstammung) stehe höher als die Rechte des Arztes und des Samenspenders. Das OLG Hamm weist darauf hin, dass der Arzt auch zum Zeitpunkt der Insemination bereits mit Anfechtungs- und Auskunftsrechten der Samenspenderkinder hätte rechnen müssen. Er darf seine Nachforschungen daher nicht auf noch vorhandene Unterlagen beschränken. Er muss vielmehr seine Unterlagen umfassend recherchieren und seine Mitarbeiter umfassend befragen, um den Namen des Spenders zu ermitteln. Der Arzt hatte eingewandt, zu diesem lange zurückliegenden Vorgang keine Auskunft mehr erteilen zu können. Allerdings hat er sich diesbezüglich widersprüchlich eingelassen, weshalb ihm das OLG Hamm nicht glaubte, dass er die Unterlagen nicht mehr besitzt.

Die nachvollziehbare Entscheidung öffnet Tür und Tor für Unterhaltsansprüche und Erbansprüche des Kindes gegen seinen Erzeuger ...

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