Reitunfall mit Folgen

Das Oberlandesgericht Hamm hat mit Urteil vom 18. September 2012 (Az.: 9 U 162/11) entschieden, dass ein Reiter, der bei einem unbegleiteten Ausritt von einem fremden Pferd stürzt, nur einen Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld hat, wenn er beweisen kann, dass der Unfall auf ein der tierischen Natur entsprechendes, unberechenbares Verhalten des Pferdes zurückzuführen ist.

Die über langjährige Reiterfahrungen verfügende Klägerin verunglückte Ende Dezember 2007 bei einem Ausritt mit einem Pferd der Beklagten. Die Reiterin war allein unterwegs, als sie in einem Waldgebiet in der Nähe von Rheda-Wiedenbrück vom Pferd stürzte und sich schwer verletzte.

Aufgrund der bei dem Unfall erlittenen Kopfverletzung konnte sich die Klägerin nicht an konkrete Einzelheiten des Geschehens erinnern. Fest stand lediglich, dass sie während des Ausritts gegen einen Ast oder Baumstamm gestoßen sein musste, was zu der schweren Verletzung führte.

Die Geschädigte begründete ihre gegen den Pferdehalter eingereichte Schadenersatz- und Schmerzensgeldklage damit, dass der Unfall augenscheinlich auf ein der Natur des Pferdes gemäßes, unberechenbares Verhalten zurückzuführen ist ...

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