OLG München: Mops scheitert mit Schadensersatzklage wegen Bildnisveröffentlichung

Mops „Sir Henry“ aus München ist ein umtriebiger Hund: während seine Artgenossen sich mit profanen Dingen wie Stöckchenholen die Zeit vertreiben und – wenn überhaupt – stets nur von einer Mahlzeit zur nächsten denken, obliegt „Sir Henry“ die Verantwortung für den Vertrieb seiner durch diverse Wort- und Wort-Bildmarken geschützten Luxus-Beautylinie für Hunde.

Doch damit nicht genug: auch als TV-Gast, Kolumnist, Schriftsteller, Gastgeber von Mops-Parties und Botschafter für den Tierschutz ist „Sir Henry“ laut seiner Webseite im Dauereinsatz. Was auch immer „Sir Henry“ anpackt, stets hat es offenbar Hand und Pfote. Seine Besitzerin hält ihn deshalb für den berühmtesten Mops Deutschlands (wenn nicht der Welt) und sein Anwalt gar für die tierische Antwort auf Claudia Schiffer.

Kein Wunder also, dass „Sir Henry“ es nicht im Raum stehen lassen wollte, dass eine Multimedia-Agentur sein Bildnis für einen Kunstverlag auf dem Titelbild eines Hundekalenders für das Jahr 2011 ohne seine Zustimmung abdruckte. Durch seine Besitzerin ließ er daher die Agentur verklagen und forderte Auskunft über die Erlöse des Kalenders und Schadensersatz.

Sir Henry bekommt keinen Schadensersatz

Wie unter anderem die WELT und die Süddeutsche Zeitung berichten, hat das Oberlandesgericht München am 13.06.2013 die Klage von „Sir Henry’s“ Besitzerin abgewiesen. Den Presseberichten ist zu entnehmen, dass die Richter am OLG die These, „Sir Henry“ stehe – ebenso wie Claudia Schiffer in vergleichbaren Fällen – ein Anspruch auf Zahlung einer Lizenzgebühr zu, für mehr als abenteuerlich hielten ...

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