Winterfestes Stromnetz – Die neue Reservekraftwerksverordnung ist da!

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Auch wenn sich der Energieblog bald in die wohlverdiente Sommerpause verabschiedet, ist es Zeit, über den künftigen Winter zu reden. Denn am 12.6.2013 hat das Bundeskabinett die vom Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler vorgelegte Reservekraftwerksverordnung verabschiedet (wir berichteten). Hintergrund dieser Verordnung ist die vor allem in den Wintermonaten kritische Situation der Stromnetze, die bis zur Fertigstellung wichtiger Netzausbauprojekte durch weitere Stilllegungen von konventionellen und atomaren Kraftwerken weiter forciert wird. Bislang halfen sich die Übertragungsnetzbetreiber selbst aus, indem sie Kraftwerke zur Vorhaltung von Leistungskapazitäten vertraglich verpflichteten (sog. Kaltreserve). Die Verordnung soll diese Praxis nun in ein transparentes und rechtssicheres Verfahren überführen.

Hierfür überprüft die Bundesnetzagentur (BNetzA) zunächst zusammen mit den Übertragungsnetzbetreibern bis spätestens zum 1.5. eines jeden Jahres den Bedarf von Erzeugungskapazitäten für die Netzreserve, den sie bis zum 15.5. eines jeden Jahres ausschreibt. Bei gleicher technischer Eignung erhält das günstigste Angebot den Zuschlag. Um Marktverzerrungen zu vermeiden, wird für die Teilnahme an der Ausschreibung allerdings vorausgesetzt, dass das Kraftwerk nach Vertragsende endgültig stillgelegt wird („No-way-back“-Verpflichtung).

Bei einem Zuschlag sollen die Verträge zwischen dem Kraftwerksbetreiber und dem Übertragungsnetzbetreiber bis zum 15.7. abgeschlossen werden. Gut beraten ist also, wer bereits vor Veröffentlichung des Reservebedarfs die wirtschaftlichen Chancen der Netzreserve für sich kalkuliert hat. Denn aufgrund der kurzen Verfahrensfristen wird dafür sonst nur wenig Zeit sein ...

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