“Nächstmöglich!”

Schon mal Ihrem Chef auf eine Arbeitsanweisung gekontert: “Okay, Chef, wird gemacht. …….nächstmöglich”?

Das Wort hat Charme. Fahrlehrer und Fahrprüfer wissen das. Und um die Fehlerquote von Fahrschülern und -prüflingen, wenn sie es kommunikativ falsch erfassen und umsetzen. Fies. Weil eben nicht die nächste Biege gemeint ist, sondern die nächste erlaubte Abbiegung, die genommen werden soll. Nächstmöglich, das ist also………. auszulegen, wie es gemeint ist. Und damit unterliegt es gewissen Hürden. Bei der Bestimmung, was der eine sagt und was er meint und was der andere hört und darunter versteht. Kann auch bei Schriftlichem vorkommen.Wenn man es sich vielleicht bisschen zu leicht macht, mit der eindeutigen Festlegung des Kündigungszeitpunktes – mit Kündigung zum ………”nächstmöglichem Zeitpunkt.”

Mancher will es dann eben doch bisschen genauer wissen, wie lang er noch arbeiten soll. Muss. Wann den Resturlaub nehmen sollte usw. Und die Beteiligten dann bis zum BAG führen. Wie im heute dritten Fall, der beim BAG zur Verhandlung ansteht:

Dort streiten nämlich Parteien über die Wirksamkeit einer ordentlichen Kündigung, die “zum nächstmöglichen Zeitpunkt” erklärt wurde.

Die Klägerin war bei der Insolvenzschuldnerin als Industriekauffrau beschäftigt. Unter dem 30. April 2010 schloss der Beklagte in seiner Eigenschaft als vorläufiger Insolvenzverwalter einen Interessenausgleich. Dieser sah vor, dass der Betrieb zum 31. August 2010 eingestellt werden sollte. Die Arbeitsverhältnisse aller Arbeitnehmer sollten gekündigt werden ...

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