LLP auf deutsch: PartGmbH - Haftungsbeschränkung für Freiberufler

Als die Welt noch in Ordnung war, hießen Anwaltskanzleien "Meier & Partner" und waren - ohne das jemand besonders darüber nachgedacht hätte - Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR). Mit der Einführung des "Gesetz über Partnerschaftsgesellschaften Angehöriger Freier Berufe (Partnerschaftsgesellschaftsgesetz - PartGG)" wurde es schwieriger, denn seither durfte (von Altfällen abgesehen) nur noch diese neue Rechtsform "& Partner" heißen. Der Haken an dieser Rechtsform ist (auch nicht anders als bei einer GbR), die weitgehende persönliche Haftung der Partner für die Beratungsfehler der anderen. In § 8 des Gesetzes liest sich das wie folgt:
(1) Für Verbindlichkeiten der Partnerschaft haften den Gläubigern neben dem Vermögen der Partnerschaft die Partner als Gesamtschuldner. Die §§ 129 und 130 des Handelsgesetzbuchs sind entsprechend anzuwenden. (2) Waren nur einzelne Partner mit der Bearbeitung eines Auftrags befaßt, so haften nur sie gemäß Absatz 1 für berufliche Fehler neben der Partnerschaft; ausgenommen sind Bearbeitungsbeiträge von untergeordneter Bedeutung.
Gerade in großen Büros führt dies zu einem kaum übersehbaren Haftungsrisiko für den einzelnen Anwalt, weshalb in der Vergangenheit diverse traditionelle Deutsche Kanzleien sich die britische/amerikanische Rechtsform der Limited Liability Partnership gegeben haben - prominentestes Beispiel hierfür ist wahrscheinlich Noerr. Nun hat sich der Rechtsausschuss des Bundestages am 12.06.2013 mit einer Ergänzung des PartGG befasst und empfiehlt, einen Gesetzentwurf der Regierung in leicht geänderter Fassung anzunehmen ...Zum vollständigen Artikel

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