Privates und Krankheit in der gesetzlichen Unfallversicherung

Manches ist tragisch und doch kein Fall die Berufsgenossenschaft. Überfälle, die "privat" sind, sind nicht versichert. Das Schlagwort Gelegenheitsursache schimmert hier durch. Das BSG hatte sich mit zwei Fällen von Überfällen auf Arbeitnehmer zu beschäftigen. Beide sind letztendlich "privat" und stehen nicht in Zusammenhang mit der Tätigkeit.
Letztlich kann dies hier dahinstehen, denn die Gefahr, aufgrund eigener privater Beziehungen, Kontakte oder sonstiger aus dem persönlichen Bereich stammender Umstände Opfer eines Überfalls (unabhängig vom Ort der Tat und dessen besonderen Verhältnissen) zu werden, fällt jedenfalls nicht in den Schutzbereich der Wegeunfallversicherung. Denn eine solche Gefahr stellt keine bei der Zurücklegung eines Weges spezifische Gefahr dar.
Irgendwie einleuchtend, andererseits stellt sich die Frage, was passiert wenn der Versicherte z.B. einfach so aus Spaß zu schnell fährt. Ist das auchkeine bei der Zurücklegung des Weges spezifische Gefahr dar? Mit der Nahrung gibt es immer Probleme, die teilweise damit zu tun haben, dass man einmal gerne helfen möchte und dann feststellt, dass man eine Grenze ziehen muss. Hier nochmals "Essen außer Haus":
Der Rhythmus der Nahrungsaufnahme war im Falle des Klägers nicht mehr betrieblich bedingt oder vorgegeben, sondern dem privaten Belieben des Klägers überlassen, der gerade nicht auf eine kurze betriebliche Mittagspause zur Nahrungsaufnahme angewiesen war und der in seinem privaten Wohnumfeld etwa auch für Essensvorräte sorgen konnte. Die zu beliebigen, nicht betrieblich vorgegebenen Uhrzei­ten vorge­nommenen Wege aus einem in der eigenen Wohnung befindlichen, zusätzlichen "home office" zur (privaten, nicht dienstlich veranlassten) Nahrungsaufnahme an einem anderen Ort stehen nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung ...
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