LAG Düsseldorf: Kettenbefristung und Leiharbeit im Konzern

Der Kläger, Mitglied der IG Metall, war Beschäftigter bei einer konzerneigenen Zeitarbeitsfirma (Beklagte zu 2), die ihn ausschließlich an andere konzerneigene Unternehmen verlieh. Er war zuletzt bei der Beklagten zu 1) als Kranfahrer eingesetzt. Sein Arbeitsverhältnis war seit dem 01.01.2005 insgesamt 9x ohne Sachgrund befristet worden. Die letzte Befristung erfolgte bis zum 30.04.2012.

Grundlage der Befristungen waren mehrere mit der IG Metall abgeschlossene Haustarifverträge. Der letzte Tarifvertrag sah in Abweichung vom Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) die Möglichkeit vor, bestehende befristete Arbeitsverhältnisse ohne Sachgrund bis Ende 2017 weiter zu befristen und innerhalb dieser Zeit die Befristung mehr als dreimal zu verlängern.

Der Kläger ist der Meinung, mit der Beklagten zu 1) ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu haben. Bei dem vereinbarten Leiharbeitsverhältnis handele es sich um ein rechtsmissbräuchliches Umgehungsgeschäft, weil die wesentlichen Arbeitgeberfunktionen durch den Entleiher wahrgenommen würden. Zudem sei die Befristung des Arbeitsverhältnisses mit der Beklagten zu 2), der Verleiherin, rechtsunwirksam ...

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