“Schlüsselprobleme” beim NSU-Verfahren

Heute wieherte der Amtsschimmel am OLG München laut vernehmbar. Nachdem ich in der Mittagspause kurz den Verhandlungsaal verlassen hatte (was bei sinkenden Zuschauerzahlen inzwischen möglich ist, ohne dass man sofort den Platz verliert), sollte ich nach der Pause plötzlich mein Schlüsselbund abgeben – was ich an bislang 10 Verhandlungstagen stets mitnehmen konnte. Grund: Es sei ein gefährlicher Gegenstand, ich könne damit andere Menschen verletzten. Bei allem Verständnis für die nicht immer leichte Arbeit von Polizei und Justiz an den Kontrollen (gerade Journalisten können sehr unangenehm auftreten) - das habe ich nicht eingesehen.

Zwar bauche ich die Schlüssel im Saal nicht. Wohl aber den “Token” für meinen Email-Zugang beim SWR. Den kann man zwar vom Bund abmachen. Doch ich will am OLG gar nichts in Verwahrung geben, weil ich am Ende des Tages sofort aus dem Saal will, um arbeiten zu können – und nicht zuvor an einer Rückgabeschlange anstehen. Noch dazu für ein Schlüsselbund, dass ich zuvor an 10 Verhandlungstagen unbeanstandet mitnehmen konnte ...

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