PRISM auch für Deutschland – Ein Kommentar

Dass Deutschland versucht, den USA nachzueifern, ist tendenziell nicht neu. Und dass Deutschland die USA auch bei Ihrer Datensammelwut eher unterstützt als abhält, ist ebenfalls – spätestens seit PNR - hinlänglich bekannt.

Da darf es jetzt auch eigentlich nicht wirklich verwundern, dass Deutschland nun auch sein eigenes „PRISM“ haben will…

Sympathisieren mit den USA

Nach der ersten Flutwelle der Entrüstung, dass FBI und NSA der USA direkt auf die Server von Apple, Facebook, Google, Microsoft, Skype und AOL zu greifen, folgte schnell ein klares Sympathisieren mit diesem Vorgehen von deutscher Seite. Wer sonst als Innenminister Friedrich eilte der USA zur Seite und betonte dabei laut taz.de, dass

„jeder, der wirklich Verantwortung für die Sicherheit für die Bürger in Deutschland und Europa hat, weiß, dass es die US-Geheimdienste sind, die uns immer wieder wichtige und richtige Hinweise gegeben haben“

und es keinen Grund gebe daran zu zweifeln, dass sich die USA an Recht und Gesetz gehalten haben.

Von langer Hand geplant

Langsam wird das Ausmaß der „PRSIM“-Spitzelei deutlich: Facebook gab letzten Freitag die Zahlen der US-Behördenanfragen bekannt und teilte laut welt.de mit, dass allein im zweiten Halbjahr 2012 Daten von bis zu 19.000 Nutzern abgefragt wurden.

Dazu kommt, dass einer Meldung von Telepolis nach, ein Fehler von Microsoft-Programmieren offenlegte, dass

„spezielle Zugriffscodes, die von der US-amerikanischen National Security Agency präpariert worden waren, heimlich in das Windows-Betriebssystem eingebaut worden sind. Das Zugriffssystem der NSA wurde in jede Windows-Version eingebaut, die derzeit benutzt wird, abgesehen von frühen Ausgaben von Windows 95 und dessen Vorgängerversionen ...

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