Zivilprozess – Wann muss das Berufungsgericht in erster Instanz vernommene Zeugen erneut vernehmen?

Das Berufungsgericht ist nach § 529 Abs. 1 Nr. 1 Zivilprozessordnung (ZPO) grundsätzlich an die Tatsachenfeststellungen des Gerichts des ersten Rechtszuges gebunden. Bestehen Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen im erstinstanzlichen Urteil, ist in aller Regel eine erneute Beweisaufnahme geboten. Das Berufungsgericht ist in einem solchen Fall nach § 398 ZPO verpflichtet, in erster Instanz vernommene Zeugen erneut zu vernehmen, wenn es deren protokollierte Aussagen anders als die Vorinstanz verstehen oder würdigen. Unterlässt es dies und wendet damit § 529 Abs. 1 Nr ...

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