Inkasso-Trojaner im Umlauf

Erst vorige Woche fragte mich ein Mandant an, wie er auf folgende eMail reagieren solle:

Luna SchmitzRechtsanwalt schrieb:

Sehr geehrte/r ***,

in der unten aufgeführten Angelegenheit wurden wir beauftragt die rechtlichen Interessen von Hoh Online GmbH wahrzunehmen. Die Bevollmächtigung wird anwaltlich zugesichert.

Mit dem Auftrag vom 24.04.2013 haben Sie sich verpflichtet den Betrag von 539,00 Euro an unseren Mandanten zu zahlen. Dieser Pflicht sind Sie bis heute nicht nachgekommen. Weiterhin sind Sie aus Gründen des Verzuges dazu verpflichtet die Kosten unserer Inanspruchnahme zu tragen.

Diese belaufen sich gemäß folgender Kostenrechnung:

EUR 39,00 (Pauschalvergütung gemäß § 4 Abs. 1 und 2 RVG} EUR 13,00 (nach Nr. 955 VV RGV}

Wir verpflichen Sie Namens und Kraft Vollmacht unserer Mandantschaft auf den gesammten Betrag auf das Bankkonto unseren Mandanten zu übersenden.

Die Bankdaten und die Lieferdaten Ihrer Bestellung finden Sie im angehängtem Ordner. Für den Eingang der Zahlung geben wir Ihnen eine letzte Zeitfrist bis zum 12.06.2013.

Falls Sie diese zeitliche Frist ergebnislos verstreichen, müssen Sie damit rechnen, dass wir ohne weitere Aufforderung gerichtliche Schritte einleiten werden. Dadurch würden Ihnen weitere, beträchtliche Kosten entstehen. Das Einhalten dieser zeitlichen Frist liegt auf jedem Fall in Ihrem Interesse.

Mit freundliche Grüßen

Luna Schmitz Rechtsanwalt

Ich antwortete dem Mandanten:

Sehr geehrter Herr ***,

es handelt sich offensichtlich um eine Bertrugsmasche, mit der Ihnen ein Computervirus (Trojaner) untergeschoben werden soll. Ignorieren Sie die Mail und löschen Sie sie bitte sofort vom gesamten System. Keinesfalls den Anhang öffen!

Echte Rechtsanwälte würden ein derartiges Inkassoschreiben niemals per eMail senden ...

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