“…Paarungsakt mit Todesfolge…”

LTO weist gerade unter der Überschrift:”OLG Koblenz zu Tierhalterhaftung Paarungsakt mit Todesfolge” auf zwei OLG Koblenz, Beschl. v. 16.05. und 10.06.2013 – 3 U 1486/12 – hin, die thematisch – Thema: Pferde – ganz gut zu dem gestrigen Posting “Wenn der Wallach wieder zum Hengst werden will…., oder auch nicht” passen. Dazu habe ich mir dann die PM des OLG Koblenz besorgt, in der es heißt:

“Heftiger Tritt der Stute während der Paarung; schwer verletzter Hengst eingeschläfert

Keine Haftung der Stutenhalterin – Eigentümerin des Hengstes nahm Gefahr in Kauf

Verletzt eine Stute durch Austreten während der Paarung den Hengst so schwer, dass dieser eingeschläfert werden muss, kann sich damit eine Tiergefahr realisieren, für die die Halterin der Stute grundsätzlich haftbar ist. Wenn aber die Eigentümerin des Hengstes in Kauf nimmt, die Paarung durch Führen der Pferde am langen Zügel ohne jede Sicherungsmaßnahmen durchzuführen, handelt sie auf eigene Gefahr, muss das Risiko selbst verantworten und kann es nicht auf die Halterin der Stute abwälzen. Dies hat der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Koblenz entschieden (Beschlüsse vom 16. Mai und 10. Juni 2013, Az.: 3 U 1486/12), der folglich einen Anspruch der Eigentümerin des Hengstes verneint und das vorausgegangene Urteil des Landgerichts Mainz bestätigt hat.

Im Mai 2011 vereinbarten die Parteien, dass der Araberhengst der Klägerin aus einem Gestüt im Rheingau die Stute der Beklagten aus Rheinhessen decken sollte. Die Bedeckung sollte nicht durch künstliche Besamung, sondern auf natürliche Weise (Natursprung) erfolgen, wobei Hengst und Stute am langen Zügel geführt wurden. Auf eine Sicherung der Stute durch Spannstricke oder eine Verpaarung im Probierstand wurde einvernehmlich verzichtet. Nachdem sich die Pferde auf einer Wiese im Rheingau beschnuppert hatten, signalisierte die Stute ihre Paarungsbereitschaft und der Hengst sprang von hinten auf sie auf ...

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