Ehegattensplitting “für alle”: Wann braucht die Homoehe einen Ehevertrag?

Das Bundesverfassungsgericht hat am 07.05.2013 entschieden, dass die Ungleichbehandlung von Homosexuellen beim Ehegattensplitting verfassungswidrig ist. Die Rechtslage muss nun rückwirkend zum 01.08.2001 geändert werden. Damit können eingetragene Lebenspartnerschaften ebenfalls das steuerlich sehr attraktive Ehegattensplitting nutzen. Die in dieser Hinsicht erfolgte Gleichstellung mit der Ehe ist für viele Schwule und Lesben an sich schon ein Grund zur Freude. Und ganz praktisch kann sie für viele homosexuelle Paare ein Anreiz sein um “zu heiraten” oder – rechtlich korrekter formuliert – eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen.

Den steuerlichen Vorteilen stehen im Falle einer Trennung der Lebenspartner und besonders nach einer Aufhebung der Lebenspartnerschaft (entspricht der Ehescheidung) aber finanzielle Verpflichtungen und Ausgleichssysteme gegenüber: Der Vermögenszuwachs während der Partnerschaft wird über Zugewinnausgleich aufgeteilt, die erworbenen Rentenansprüche werden geteilt (Versorungsausgleich) und möglicherweise bestehen Unterhaltspflichten über die Partnerschaft hinaus ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK