Das letzte Wort

Werden Angeklagte nicht darauf vorbereitet, daß sie in der Hauptverhandlung das sogenannte „letzte Wort“ haben, so sind sie nicht selten überfordert, wenn sie gefragt werden, ob sie im Rahmen des letzten Wortes noch etwas sagen möchten.

Wie sollen sie sich verhalten? Welche Angaben werden nun noch von ihnen erwartet? Sollten sie überhaupt etwas sagen?

Man sollte sich nicht der Illusion hingeben, daß dem letzten Wort des Angeklagten eine entscheidende Bedeutung zukommt und ein Angeklagter darin regelmäßig das Steuer zu seinen Gunsten herumreißen kann. Häufiger wird es vorkommen, daß das letzte Wort sich für den – überforderten – Angeklagten negativ auswirkt.

Vor einiger Zeit durfte ich einen solchen Fall als Nebenklägervertreter erleben. Der Verteidiger hatte für seinen Mandanten in der Hauptverhandlung erklärt, daß dieser keine Angaben zum Tatvorwurf tätigen werde ...

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