Mario Götze und der böse Rapsong

Heute einmal ein Beitrag zum Thema Persönlichkeitsrechte:

Im Fußball kochen bekanntermaßen die Emotionen schnell hoch. Den Wechsel des Fußballers Mario Götze von Borussia Dortmund zu Bayern München haben ihm viele übel genommen. Mit dem Liebesentzug müssen (und konnten) gute Bundesligafußballer seit Jahrzehnten leben, wenn sie dem Ruf des FC Bayern folgen. Es ging schon anderen so (Lothar Matthäus, Manuel Neuer).

Aus Sicht von Mario Götze haben ein paar junge Musiker den Bogen überspannt. Es geht um einen Rap-Song der Gruppe „Kopfnuss“, der sich in derber Sprache über den Vereinswechsel und Mario Götze auslässt. Es fallen Worte wie „verpiss Dich nach München, Du Drecksratte“, „Judas, der bei Uli am P… hängt“, „geldgeiles Stück Sch…“, „Bist ne F…“. Der Song war auf Youtube und Facebook abzurufen und verbreitete sich schnell.

Nach Presseberichten lies Mario Götze die Musiker abmahnen und geht nun offenbar auch gerichtlich vor. Sein Anwalt verlangt Unterlassung und Schadensersatz.

Er dürfte richtig liegen. Der Liedtext ist Ausdruck einer (ersichtlich nicht besonders hohen) Meinung (über Mario Götze). In einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage (das ist ein solcher Spielerwechsel in Deutschland ohne Frage) sind Meinungsäußerungen aber von Art. 5 Abs ...

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