Jetzt auch noch Messi: Steuerhinterziehung hat offensichtlich ihren Reiz

Nirgendwo ist die Normenakzeptanz so gering wie im Steuerrecht – das ist eine Binsenweisheit. Viele Bürger sind unglücklich darüber, wie ihre Steuergelder verwendet und vor allem auch verschwendet werden, der Staat erscheint als maßlos gierig, wenn er mal wieder die Abgaben erhöht. Der einzelne Steuerbürger soll mit immer höheren Lasten für die absurden Projekte oder Fehler anderer büßen, glaubt er oft. Warum muss ein Vermögen, dass früher von den Eltern verdient und ordentlich versteuert wurde, nach deren Tod noch einmal – jetzt von dem Erben – versteuert werden? Warum dürfen sich große Konzerne im Rahmen raffinierter Steuerstrategien weitgehend die Steuer vom Halse halten, während der kleine Mann kaum Absetzungsmöglichkeiten hat? Warum erstickt uns der Staat mit unmäßigen Sonderabgaben auf Benzin, Heizöl, Erdgas und andere lebenswichtige Güter und gibt sich nicht mit der Mehrwertsteuer zufrieden? Solche oder ähnliche Erwägungen gelten staatenübergreifend überall auf der Welt, und deshalb zahlt die Mehrheit der Menschen wohl eher ungern die ihnen abgeforderten Abgaben, seien sie nun arm oder reich. Manch einer zieht es da sogar vor, seinen Wohnsitz von einem einigermaßen zivilisierten Land in eine nicht gerade für ihre Menschenrechtslage bevorzugte abgelegene frühere Sowjetrepublik zu verlegen.

Besonders spektakulär sind natürlich die Fälle von Steuerhinterziehung, bei denen es irgendwelche Promis erwischt, und zur Zeit stehen da bei uns Menschen im Focus, die mit Fußball zu tun haben, wo ja bekanntlich nicht gerade wenig Geld verdient wird ...

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