Offenbar weiterer NSU-Anschlag aufgedeckt: Die Nürnberger “Taschenlampenbombe”

Mit aller Vorsicht: Offenbar hat Carsten S. heute bei der Fortsetzung seiner Aussage im NSU-Verfahren einen weiteren Anschlag der Gruppe aufgedeckt. Es wäre die erste bislang bekannte Gewalttat nach dem Untertauchen des Trios: Eine zur Bombe umgebaute Taschenlampe, die 1999 in einer türkischen Gaststätte in Nürnberg explodierte, ein 18jähriger Türke wurde mittelschwer verletzt. Der Fall passt exakt zu den Schilderungen von Carsten S. heute in der Hauptverhandlung. Zynisch gesprochen qualifiziert die Tat ein weiterer Umstand dazu, zum NSU zu passen: Die Ermittlungsbehörden in Nürnberg kamen nicht auf die Idee, sie könne ausländerfeindlich gewesen sein. Damlas nicht und 2011 nicht. Nun sind alle ratlos und suchen hektisch nach Erklärungen.

Carsten S. schilderte es so: Es sei ein Gespräch mit den beiden Uwes (Böhnhardt und Mundlos) gewesen, dass er in die Zeit zwischen März und Juni 2000 datiere. Er habe sie getroffen, um die besorgte Waffe (Ceska) zu übergeben. Später sei Beate Zschäpe dazu gekommen. Soweit hatte Carsten S. es schon vergangene Woche berichtet. Doch heute, nachdem er “in sich gegangen” sei und nun “alles auf den Tisch packen” wolle, ging die Geschichte noch weiter.

“Sie haben gesagt, dass sie in Nürnberg in irgendeinem Laden eine Taschenlampe hingestellt haben”, erinnerte S. sich an das Gespräch mit den beiden Uwes ...

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