Das gibt´s auch: Staatsanwaltschaft nimmt ihre Berufung in der Hauptverhandlung aufgrund neuer Erkenntnisse zurück

Land- u. Amtsgericht Mönchengladbach

Für den Angeklagten ging es in der heutigen Berufungshauptverhandlung vor dem Landgericht Mönchengladbach um die Wurst: Erstinstanzlich war der mehrfach – auch einschlägig – vorbestrafte Mann wegen unerlaubten Handeltreibens mit Cannabis in zwei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr unter Strafaussetzung zur Bewährung verurteilt worden. Nur unter Zurückstellung erheblicher Bedenken und weil der alleinerziehende Vater zwei Kinder zu versorgen hat, hatte der Amtsrichter ihm Bewährung gegeben, was in der Sache schon mehr einem Gnadenakt gleichgekommen war. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen Berufung eingelegt, eine Bewährung komme ersichtlich nicht in Betracht.

Seit dem erstinstanzlichen Urteil sind 10 Monate vergangen, die zur Verurteilung gelangten Taten liegen inzwischen mehr als eineinhalb Jahre zurück. Der Angeklagte hat die Zeit genutzt, sich von seinem Drogenumfeld getrennt, regelmäßigen Kontakt zur Drogenberatung gepflegt, in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und seinem Bewährungshelfer das Leben geordnet ...

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