Bauindustrie zur Bundestagswahl 2013: mehr Investieren statt blockieren

Die deutsche Bauindustrie warnt vor einem weiteren Verfall der Nettoinvestitionsquote in Deutschland: Der Rückgang innerhalb von zwei Jahrzehnten von 11 % im Jahr 1991 auf nur noch 2,5 % im Jahr 2012 sei dramatisch. Investitionsblockaden müssten überwunden und Investitionen künftig wieder mutiger angegangen werden. Dazu müsste auch in der Bevölkerung mehr Akzeptanz für große Investitionsvorhaben geschaffen werden. Diese Forderungen erhob der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, anlässlich der Vorstellung des Parlamentarierbriefes seines Verbandes zur Bundestagswahl 2013 im Rahmen des diesjährigen Tages der Deutschen Bauindustrie.

Die Investitionsschwäche werde auf Dauer die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft, deren Wachstumschancen und damit auch den Wohlstand in unserem Lande beschädigen. Eine der wesentlichen Aufgaben der neuen Bundesregierung müsse deshalb darin bestehen, den Verfall der Investitionsquote in Deutschland zu stoppen und den Negativtrend umzukehren.

Eine Gefahr für die Investitionstätigkeit in Deutschland sieht Bauer in wenig investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Investitionsschwäche wäre es ein schwerer Fehler, die Unternehmen über eine reaktivierte Vermögensteuer bzw. eine Vermögensabgabe sowie die Erbschaftsteuer zur Kasse zu bitten. Nicht die „Reichen“ würden auf diese Weise getroffen, sondern die Unternehmen, denen knappes Eigenkapital für Investitionen entzogen werde. Klare Rahmenbedingungen vermisst Bauer aber auch in der Energiepolitik. Die Bauindustrie fordere mehr Planungssicherheit, damit es nicht zu einer Entwertung von bereits getätigten Investitionen, z. B. im Off-Shore-Bereich, komme. Notwendig sei zudem eine verbindliche Gesamtplanung von Bund und Ländern, um den Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Netzausbau in Einklang zu bringen ...

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