Today Late Night für Urheberrecht im Bundestag

Das Urheberrecht soll reformiert werden, um die Publikation von Werken zu ermöglichen, deren Rechteinhaber unbekannt sind. Zudem soll Autoren, die wissenschaftliche Texte in Periodika mit überwiegend öffentlicher Förderung veröffentlicht haben, ein Zweitverwertungsrecht zugestanden werden.

Diese Punkte sind heute Gegenstand des Rechtsausschusses unter Vorsitz von Siegfried Kauder (CDU/CSU) in der heutigen öffentlichen Anhörung ab 18 Uhr.

Gegenstand der Anhörung sind sechs Dokumente, die zwar dieselbe Zielrichtung verfolgen, jedoch unterschiedlich in den Details:

Gesetzentwurf der Bundesregierung (17/13423) Gesetzentwurf der SPD-Fraktion (17/5053) Gesetzentwurf der Linksfraktion (17/4661) Antrag der Linken (17/5479) zwei Anträge der Grünen (17/4695 und 17/7031). Der Gesetzentwurf der Bundesregierung will es vor allem öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Archiven und Bibliotheken erlauben, sogenannte “verwaiste Werke” zu digitalisieren und online zu stellen, damit sie nicht dem kulturellen Erbe verloren gehen. Als “verwaist” werden Film-, Musik- und Printwerke eingestuft, deren Rechteinhaber nicht ermittelt werden können. Eingeführt werden soll laut dieser Vorlage ein Zweitverwertungsrecht für Autoren, deren wissenschaftliche Beiträge in Periodika erschienen sind, die überwiegend mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Solche Verfasser sollen künftig ihre Texte nach einer Frist von zwölf Monaten seit der Erstpublikation zu nicht gewerblichen Zwecken erneut veröffentlichen können. Die SPD spricht von einem “unabdingbaren Zweitverwertungsrecht” für wissenschaftliche Beiträge, die bei einer überwiegend mit öffentlichen Mitteln finanzierten Forschungstätigkeit entstanden sind ...Zum vollständigen Artikel

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