Rezension Zivilrecht: Methodik des Zivilrechts

Rückert / Seinecke (Hrsg.), Methodik des Zivilrechts – von Savigny bis Teubner, 2. Auflage, Nomos 2012 Von Ref. iur. Arian Nazari-Khanachayi, Frankfurt am Main Die Natur des Menschen ist komplex. Noch komplexer ist freilich das menschliche Verhalten innerhalb einer Gesellschaft. Grenzen und Freiheiten des menschlichen Handelns erfordern daher Gesetze, um ein gedeihliches Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft zu ermöglichen. Gesetze dienen also u.a. der Regelung des menschlichen Zusammenlebens. Doch was regelt wie man diese Regeln anzuwenden hat? Die juristische Methode liefert „Regeln für die Anwendung der Regeln“ (so prägnant Rückert, Rn. 1359). Aus diesem Grunde ist es für Juristen nicht nur unerlässlich, die juristische Methodenlehre exakt anzuwenden, sondern, es kann ihnen zum Vorteil gereichen, die Bedeutung der unterschiedlichen Methoden im geschichtlich-gesellschaftlichen Geflecht der jeweiligen Epochen zu verstehen (näher hierzu Rückert, Rn. 25). Letzteres zu vermitteln kann als Aufgabe der 2. Auflage des Sammelwerkes von Rückert/Seinecke verstanden werden. Hierbei dient als geistiges Dach der jeweiligen Beiträge folgende – auch hier stark befürwortete – Prämisse: Methodenfragen sind Verfassungsfragen (vgl. Rückert/Seinecke, Rn. 39, mit einer Konkretisierung der verfassungsrechtlich relevanten Themenkreise) und entscheiden damit über die Qualität des Rechts (Rückert/Seinecke, Rn. 43). Das Buch stellt eine „Hintertreppe zur Methodenlehre“ dar (die hier gewählte Wortwahl soll bewusst an Weischedel, Die philosophische Hintertreppe, erinnern). Ziel des Werkes ist es dabei, die verschiedenen, gewichtigen und ausgewählten Vertreter unterschiedlicher Methodenrichtungen näher vorzustellen ...Zum vollständigen Artikel


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