Ude und sein seltsamer Versuch der Wahlstimmenfängerei mit der Organspende

Eigentlich überlege ich, ob man es noch Wahlstimmen”fängerei” nennen soll.

Denn das, was mir eigentlich begrifflich dazu einfällt, ist ein ganz anderes Wort.

Nun erwartet zwar niemand wirklich ernsthaft, dass Wahlversprechen 1:1 umgesetzt werden, sobald eine Partei oder Kandidaten eine Wahl gewinnen sollten, egal wie gross oder weniger gross und realistisch ihre Chancen sein mögen.

Denn: Ja, leider sind Wahllügen und Wortbrüche so gängige Praxis, dass die Quote nach Meinung vieler, die man fragt, sogar unter 1:10 oder noch schlechter liegen, was die Einhaltung von Wahlversprechen angeht.

Nun könnte man die neckische Frage aufwerfen:

Wenn der Bürger eh dies und das an Wahlversprechen nicht glaubt, ist das, was der Kandidat dann sagt, vorgibt, behauptet, umsetzen zu wollen, überhaupt eine “Wahllüge”?

Wenn sie eh nicht von jedem, von anderen nur bedingt geglaubt oder bestenfalls noch für möglich gehalten wird? Wenn sie so durchschaubar, so durchsichtig, so offenkundig unwahr wäre, dass jeder, wirklich jeder sie unzweifelhaft als unwahr erkennt?

Wie immer man diese Frage beantworten würde, jeder für sich, soviel steht fest:

Wahllügen, Wortbrüche werden übel genommen. Sie werden als unredlich, als unmoralisch, als nicht wirklich legitim, auch nicht im Wahlkampf und auch dann nicht, wenn alle Parteien sich ihrer bedienen, angesehen.

Egal ob Menschen jemanden oder seine Partei aus Überzeugung oder nur bedingt vertrauend wählten, würfelten, wo sie das Kreuz machten, wenn sie wieder mal das Kreuz mit der Wahl und der Qual der Wahl haben. Und von mehreren Übeln dann in der Entscheidung zwischen Skylla und Charybdis das (vermeintlich oder erhofft) kleinere der Übel wählten: Sie nehmen es grimmig übel und zur Kenntnis, wenn sie wieder mal in einem für sie wichtig empfundenen Wahlversprechen enttäuscht sind, das sich als Wahllüge und Wortbruch erweist ...

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