Technik aktuell: DLR und CIEMAT nehmen meteorologische Station für Solarkraftwerke in Betrieb

Wie viel Sonnenenergie erreicht ein Kraftwerk? Ist die Atmosphäre oft durch Staub oder andere Partikel getrübt? Kraftwerksbetreiber brauchen viele meteorologische Daten, ehe sie sich für einen Kraftwerksstandort entscheiden. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des spanischen Solarforschungszentrums Centro de Investigaciones Energéticas, Medioambientales y Tecnológicas (CIEMAT) haben auf der Plataforma Solar de Almería in Südspanien eine meteorologische Forschungsstation in Betrieb genommen. Sie testen dabei verschiedene Messmethoden und -geräte. Dabei sind die Anforderungen an die Messgeräte hoch: Sie müssen dem rauen Wüstenklima standhalten und in abgelegenen Regionen mit niedrigem Wartungsaufwand präzise Daten liefern. Sonnenstrahlung ist nicht gleich Sonnenstrahlung Spiegel von Solarkraftwerken reflektieren nur die direkten Sonnenstrahlen (Direktstrahlung) so exakt, dass sie beim Receiver ankommen, wo sie in Wärme umgewandelt werden. Sonnenstrahlung, die auf ihrem Weg durch die Atmosphäre an Wassertröpfchen oder anderen Partikeln gestreut wird und daher einen veränderten Weg durch die Atmosphäre durchschreitet, wird Diffusstrahlung genannt. Diese Diffusstrahlung kann von den Spiegeln nicht fokussiert und daher für den Kraftwerksprozess nicht genutzt werden. Damit Betreiber wissen, wo die besten Standorte liegen und wie groß sie ein Kraftwerk für eine bestimmte Ausgangsleistung bauen müssen, brauchen sie genaue Informationen über die meteorologischen Gegebenheiten am jeweiligen Standort. In dem Forschungsprojekt METAS (Meteorological Station for Solar Technologies) untersuchen die Forscher verschiedene Messmethoden und sammeln Daten, um eine optimale Kraftwerksplanung zu erlauben. Damit diese Daten weltweit besser vergleichbar sind, erarbeiten die Wissenschaftler auch internationale Richtlinien und Standards ...Zum vollständigen Artikel

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