Gebärdensprachdolmetscher für Gehörlose im Berufsschulunterricht

Sind gehörlose behinderte Menschen im Berufsschulunterricht auf einen Gebärdensprachdolmetscher angewiesen, muss die Bundesagentur für Arbeit (BA) hierfür die Kosten tragen. Die BA kann sich im Behindertenbereich nicht darauf zurückziehen, dass sie nur für die Aufwendungen der betrieblichen Ausbildung zuständig ist, urteilte am Dienstag, 04.06.2013, das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel (AZ: B 11 AL 8/12 R). Damit muss die Behörde der Stadt Hamburg die ausgelegten Kosten für einen Gebärdensprachdolmetscher in Höhe von 24.265,00 € bezahlen.

Im entschiedenen Rechtsstreit hatte ein seit Geburt gehörloser Hamburger von 2001 bis 2004 eine Ausbildung zum Elektroinstallateur absolviert. Die BA hatte die Ausbildung als „Reha-spezifische Einzelmaßnahme“ gefördert. Um die Ausbildung erfolgreich bewältigen zu können, war der gehörlose Auszubildende auf einen Gebärdensprachdolmetscher angewiesen.

Die Kosten trug im Prinzip die BA. Nur für den Berufsschulunterricht wollte die Behörde den Gebärdensprachdolmetscher nicht bezahlen ...

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