Krankenkasse muss Beinamputierten keine Sportprothese zahlen

Beinamputierte können keine spezielle Sportprothese von der gesetzlichen Krankenkasse beanspruchen, etwa um besser Badminton spielen zu können. Die Förderung des Freizeit- und Vereinssports gehört grundsätzlich nicht zu den Aufgaben der Krankenkassen bei der Hilfsmittelversorgung, entschied das Bundessozialgericht (BSG) in einem am Mittwoch, 05.06.2013, veröffentlichten Urteil (AZ: B 3 KR 3/12 R). Die Ermöglichung sportlicher Aktivitäten mit einer Prothese falle nur dann unter der Hilfsmittelversorgung, wenn dabei ein allgemeines Grundbedürfnis des täglichen Lebens gedeckt wird, so die Kasseler Richter in ihrer Entscheidung vom 21.03.2013.

Im konkreten Rechtsstreit hatte ein Behinderter von seiner Krankenkasse, der DAK-Gesundheit, die Kostenübernahme für eine spezielle Sportprothese verlangt. Insgesamt ging es um 11.451,00 €.

Dem 1978 geborenen Kläger musste 2003 wegen eines Motorradunfalls der rechte Unterschenkel amputiert werden. Die Krankenkasse hatte den Mann mit einer Unterschenkel-Prothese aus Gießharz und Carbonfederfuß sowie einer wasserfesten Prothese für die Mobilität im häuslichen Bad oder in öffentlichen Schwimmbädern ausgestattet.

Von der DAK forderte er nun zusätzlich eine spezielle Sportprothese mit einer besonders starken Fußfederung. Damit sind besonders schnelle und kraftvolle Sprünge möglich. Die Prothese benötige er insbesondere für das Badmintonspiel, das er auch vor seinem Unfall im Verein ausgeübt hatte. Die Versorgung mit der Sportprothese diene dem Behinderungsausgleich, zu dem die Krankenkasse verpflichtet sei, begründete der Kläger seine Forderung.

Der 3 ...

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