NSU: RA Pausch zieht die Notbremse – Aussage Carsten S unterbrochen

Der Zug raste in Richtung Prellbock – da zog Rechtsanwalt Johannes Pausch (Düsseldorf) die Notbremse und bat um eine Unterbrechung der Aussage seines Mandanten Carsten S. Mit vielen Erwartungen und Vorschusslorbeeren hatte sie gestern begonnen, doch je länger die Vernehmung dauerte, desto größer wurden (nicht nur) bei mir die Zweifel, wohin die Reise eigentlich geht. Über die Empathieprobleme habe ich ja bereits berichtet, hinzu kam am Nachmittag, dass der Vorsitzende immer nachdrücklicher und kleinteiliger nachfragte und wohl jeder im Zuschauerraum spürte, wie wenig überzeugt Manfred Götzl von den ausweichenden Antworten war. Nach einer kurzen Pause kam dann kurz vor halb vier der Notruf seines Anwalts. War es zu spät?

Klar ist: Wenn das Anwaltsteam Johannes Pausch und Jakob Hösl auf einen Freispruch ihres Mandanten oder zumindest auf eine milde Jugendstrafe hinarbeiten sollte – und davon muss man ausgehen – dürfen sie möglichst gar nicht in die Aussagen ihres Mandanten eingreifen. Jede Nachfrage, jeder Tipp, jedes Besprechen oder Absichern kann im Senat Zweifel wecken ...

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