Hoppla, da liegt doch tatsächlich ein Tennisball auf dem Tennisplatz

Ein angehender Tennisspieler nahm bei einem Trainer Tennisstunden. Erst spielten sie lange Bälle auf die Grundlinie und dann kurze Bälle. Der Trainer spielte einen hohen Ball. Der Tennisspieler lief ein paar Schritte rückwärts, um den Ball u bekommen. Hierbei trat er auf einen dort liegenden Tennisball, stürzte und erlitt er eine Patellarsehnenruptur im rechten Knie, die eine operative Versorgung erforderlich machte.

Nun wollte er natürlich vom Trainer Schadensersatz haben und zwar 4.500 € Schmerzensgeld, 254 € Sachschaden und die Feststellung, dass der Trainer verpflichtet ist, sämtliche weiteren materiellen und immateriellen Schäden aus dem Tennisunfall zu ersetzen.

Das Landgericht Bremen hat die Klage abgewiesen. Ein Tennisspieler könne zwar ein ordentliches Training aber nicht den Schutz vor allen Gefahren erwarten, die dem Tennissport immanent seien. Der Trainer sei nicht verpflichtet gewesen, den Spieler auf die Bälle auf dem Spielfeld oder in der unmittelbaren Umgebung hinzuweisen, da er nicht über ein überragendes Wissen verfüge. Ein normales Tennistraining sei nicht möglich, wenn er dafür sorgen müsse, dass das Spielfeld von allen Bällen freigehalten werde ...

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