Yahoo schafft Fernmeldegeheimnis ab

Es gibt Dinge, die muten aus amerikanischer Sicht eher merkwürdig an. Dazu dürfte unter anderem auch das Datenschutzrecht zählen. Während aus Amerikaner in der Regel den Staat als klassisches Feindbild für Bürgerrechte ausmachen, regulieren wir Europäer gerne auch mal Unternehmen gleich mit.

Aus Anglo-amerikanischer Sicht eher ein No-go, glaubt man dort doch eher an die Freiheit des Wettbewerbs und eine Selbstregulierung der Märkte. Spätestens beim Thema Datenschutz prallen also zwei kulturelle Sichtweisen aufeinander, die unterschiedlicher eigentlich kaum sein könnten.

Datensammler wo man hinschaut

Schaut man sich Unternehmen heute an, so ist allerdings festzustellen, dass der Wert einiger Unternehmen in direkter Abhängigkeit zu Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten zu Werbezwecken steht. Wissen über den Kunden ist also auch hier Macht und zwar Marktmacht.

Yahoo! sagt adé zu Fernmeldegeheimnis

Wie Datenschutz aus Sicht eines Unternehmens mit amerikanischen Background aussehen könnte, macht derzeit Yahoo! Deutschland vor. Dort heißt es in den besonderen AGB für Yahoo! Mail:

1.c) (…) Yahoo! scannt und analysiert mittels automatischer Systeme alle eingehenden und ausgehenden Kommunikationsinhalte, die von Ihrem Account gesendet und empfangen werden (wie zum Beispiel Mail und Messenger Inhalte einschließlich Instant Messenger- und SMS-Nachrichten), einschließlich solcher Inhalte, die in Ihrem Account gespeichert sind, insbesondere um Ihnen für Sie relevante Produktfunktionen und Inhalte zur Verfügung zu stellen, an Ihre Interessen angepasste Werbung anzubieten und abzugleichen und einen besseren Schutz vor Spam, schädlichen Computerprogrammen (Malware) und Missbrauch Ihres Accounts bereitstellen zu können. Bei dem Scannen und Analysieren von Kommunikationsinhalten erhebt und speichert Yahoo! Daten ...

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