“Inmitten von Gräbern auf dem Friedhof vergewaltigt”: Zerstörerische Falschverdächtigung

Wenn es nach meiner gefühlten Wahrnehmung geht, nimmt in letzter Zeit die Anzahl der Fälle zu, in denen es um eine Falschverdächtigung mit dem Vorwurf einer brutalen Vergewaltigung geht, jedenfalls so mein Eindruck bei Betrachtung der medialen Berichterstattung über Gerichtsverfahren. Hier wieder ein aktueller Fall (über einen ähnlichen Sachverhalt hatte ich bereits hier berichtet):

“Es waren Vorwürfe, die selbst hartgesottene Kripo-Leute berührten: Über Jahre hinweg, so behauptete die Ehefrau eines Oberhauser Gastwirtes, sei sie von einem Türken, 47, auf brutalste Weise bedroht, zu Tode verängstigt, drangsaliert und vergewaltigt worden – einmal sogar inmitten von Gräbern auf dem Nordfriedhof. Die 37-Jährige schilderte detailliert Szenen, bei denen sie gewürgt, mit einer brennenden Zigarette verletzt, auf einem Gitter, ja sogar in einem Haufen von Glasscherben sexuell gedemütigt worden sei.”

Die bis zu vier Jahre (!) zurückliegenden Vergewaltigungsvorwürfe sahen so aus, dass der beschuldigte Mann – nochmals beiläufig angemerkt: ein Türke – der Frau “jede Woche mindestens einmal Sex aufgezwungen” sowie ferner ihr gedroht haben soll, “sie aufzuhängen oder von der Stadtmauer beim Lueg-ins-Land zu werfen. Nur aus Angst um ihr Leben habe sie die Unterwerfungen so lange hingenommen. Die Staatsanwaltschaft erhob schließlich in zehn ausgesuchten, von der Frau als besonders brutal geschilderten Sexualverbrechen Anklage.”

Der Angeklagte wurde nach den Schilderungen der angeblich vergewaltigten Frau sofort in U-Haft genommen und saß dort für acht Monate. Er hätte noch wesentlich länger dort gesessen, wenn sich letztlich nicht seine Version als wahr herausgestellt hatte:

“Der Angeklagte bestritt vehement. Er habe mit der Frau, die regelrecht sexsüchtig gewesen sei, ein Verhältnis gehabt. Doch der gemeinsame Sex sei absolut freiwillig gewesen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK