Antragssuche beim LG Dessau-Roßlau, oder wenn der Klägeranwalt nicht weiß was er will und es nicht formulieren kann

Nach der langen, wirklich langen (Stau auf der A 2 bei Helmstedt) Anreise zum LG Dessau-Roßlau, jetzt weiß ich auch warum Dessau als die Baustadt gilt, habe ich eine mündliche Verhandlung in einer Äußerungssache erlebt wie in den letzten 14 Jahren noch nicht. Gut, 75 Minuten sind jetzt auch schon ziemlich lang, zumindest so lang, dass die Vorsitzende sich zu der Äußerung hinreißen ließ, sie habe auch noch was anderes vor. Dabei war der Fall nicht so schwer: Meine Mandantin hatte als kleine mittelständische Dienstleisterin auf ihrer Webpräsenz eine Unterseite mit dem schönen Titel "Schwarze Schafe" untergebracht, auf welcher sie u.a. den Kläger aber auch eine Reihe anderer ehemaliger Kunden aufgeführt hat, welche die empfangene Dienstleistung nicht beglichen hatten. Und wie es der Zufall so wollte war genau diese Seite immer dann zu finden, wenn der Name des Klägers gegoogelt worden ist, was wohl eher daran liegt, dass der Name des Klägers relativ häufig gegoogelt wird. Und das obwohl dieser kein Promi ist. Ein Schelm wer, ... aber lassen wir das. Was folgte war klar: Nach 10 Jahren auf dieser Schwarzen Liste erfolgte eine Abmahnung, eine nicht erteilte Unterlassungserklärung und dann die Klage beim LG Dessau-Roßlau. Und dies obwohl sowohl der Kläger, als auch sein Anwalt aus Kassel kamen. Selbst für mich wäre der Weg deutlich kürzer gewesen ...Zum vollständigen Artikel


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