Haften Eltern für ihre kinder im Internet?

Wie weit müssen Eltern ihre minderjährigen Kinder überwachen? Diese Frage spielt rechtlich betrachtet vor allem bei den Abmahnungen für Urheberrechtsverletzungen im Internet eine entscheidende Rolle.

Ein Fallbeispiel: die vierköpfige Familie aus Ravensburg hat in der Eigentumswohnung einen gemeinsamen Anschluss für Telefon und Internet, den die ganze Familie nutzt. Der Vater hat den Anschluss angemeldet und eine Flatrate für die Festnetztelefonie und das Internet bestellt, damit weder die viel telefonierende Tochter (15 Jahre) noch der im Internet sehr aktive Sohn (17 Jahre) das Budget der Familie zu sehr belasten.

Wenig Begeisterung herrscht bei den Eltern, als sie in der Post ein Anwaltsschreiben entdecken, in dem für die angebliche Urheberrechtsverletzung an einem Film eine horrende Summe gefordert wird. In den wortreichen Ausführungen legt der gegnerische Anwalt auch gleich dar, warum der Anschlussinhaber auch dann haftet, wenn jemand anderes aus der Familie die Urheberrechtsverletzung begangen hat, wie z.B. die Kinder.

Doch ist das wirklich so?

Vielen kennen sicher den Satz „Eltern haften für ihre Kinder“. Doch so pauschal ist das juristisch betrachtet nicht richtig. Um bei unserem Beispiel zu bleiben, würde der Familienvater aus Ravensburg dann als Anschlussinhaber haften, wenn er ein sog. „Störer“ wäre. Dies wäre dann der Fall, wenn er für die vom Internetanschluss ausgehende Gefahr einer Urheberrechtsverletzung verantwortlich wäre ...

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