Die Suhrkamp-Insolvenz und der “Schutzschirm”…

Der Insolvenzantrag des Suhrkamp-Verlages (nun, der Geschäftsführerin Ulla Unseld-Berkéwicz) ist – “Schutzschirmverfahren” hin oder her – ein regulärer Insolvenzantrag; gerichtet darauf, dass ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Es wird gewissermaßen der Kontrollverlust für die Unternehmer gemildert, indem statt eines Insolvenzverwalters ein Sachwalter bestellt wird; die Geschäftsführung bleibt verfügungsbefugt – allerdings nach den Regeln der Insolvenzordnung.

Und die Regeln besagen unter anderem, dass spätestens drei Monate nach Insolvenzantragstellung das Insolvenzverfahren eröffnet werden muss. Das sog. Schutzschirmverfahren mündet – trotz Wortklauberei – letztlich im Insolvenzverfahren; es dient dazu, dass ein Insolvenzplan für das Insolvenzverfahren entwickelt wird.

Die Streitereien auf Ebene der Gesellschafter münden also mit dem von der Geschäftsführung eingeschlagenen Weg in das Insolvenzverfahren – nachdem das Schiff zeitweise außer Kurs gelaufen ist, greifen jetzt Juristen in das Steuerrad. Das Gewässer der Insolvenzordnung hat viele Untiefen für Unternehmer und Gläubiger und es ist bisher kaum kartografiert ...

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