Rezension Strafrecht: Mein Führerschein ist weg

Kürti, Mein Führerschein ist weg – was tun?, 8. Auflage, Werner 2012 Von Richter am AG Carsten Krumm, Lüdinghausen An dieser Stelle werden eigentlich nicht Ratgeber rezensiert – es geht vielmehr um juristische Fachbücher. Kürtis „Mein Führerschein ist weg – was tun?“ macht da aus gutem Grunde eine Ausnahme. Das Buch ist nämlich nicht nur ein Ratgeber für Betroffene, die sich einer MPU-Anordnung (umgangssprachlich: „Idiotentest“) gegenübersehen, sondern auch und vor allem ein schneller Helfer für Anwälte, die sich mit der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis befassen müssen. So ist das Buch auch für einen einfachen Ratgeber mit fast 300 Seiten etwas zu dick und mit 34 Euro auch preislich herausgehoben. Für Betroffene, die sich auf die eigene MPU vorbereiten müssen und vor allem für Anwälte, insbesondere Berufsanfänger ist dieses Geld freilich gut angelegt – die nunmehr 8. Auflage des Buchs wird daher sicher nicht die letzte sein. Die inhaltliche Marschrichtung ergibt sich aus dem Untertitel des Buchs: „Die Vorbereitung zur MPU“. Ganz klar: Kürti weiß, was dazu zu tun ist. Er ist nämlich nicht nur praktizierender Diplom-Psychologe im Bereich der Verkehrspsychologie. Vielmehr war er auch langjähriger Gutachter der Obergutachterstelle zur Beurteilung der Fahreignung in NRW. Damit ist auch klar: Die Juristerei bietet nur den Anlass für die Erörterungen des Buches – der Inhalt befasst sich mit der tatsächlichen Begutachtungssituation, dem Ablauf des Verfahrens zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis und verkehrspsychologischen Fragestellungen. Los geht es in dem Buch mit einem allgemeinen in Fragenform strukturierten Kapitel, in dem etwa die Frage nach der Möglichkeit der Verweigerung der Eignungsuntersuchung beantwortet wird oder auch die Frage nach Hilfsangeboten durch Ärzte und Rechtsanwälte. Kürti ist hier richtigerweise offen für jegliche Zusammenarbeit mit anderen Professionen, zeigt aber auch die Grenzen der möglichen Hilfen auf ...Zum vollständigen Artikel


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