Wenn Polizisten als Zeugen nicht die Wahrheit sagen: Es wird “gelogen, gelogen, gelogen”, aber nur selten folgt ein Verfahren

Jutta Jüttner berichtet bei spiegel-online unter der Überschrift “Prozess gegen Jugendpfarrer König: Es wird gelogen, gelogen, gelogen” über den Prozess gegen den evangelischen Pfarrer Lothar König vor dem Dresdner Amtsgericht, dem im Zusammenhang mit einer Antifa-Demonstration unter anderem schwerer Landfriedensbruch zur Last gelegt wird. König soll über Lautsprecher Demonstranten zu Gewaltakten gegen Polizisten aufgerufen haben (“Deckt die Bullen mit Steinen zu”) und einen Steinewerfer auf der Flucht vor der Polizei in seinem VW-Bus versteckt haben. Die Aussagen von Polizeizeugen sind widersprüchlich und decken sich insbesondere nicht mit Polizeivideos, die im Prozess gezeigt wurden und eine andere Sprache sprechen. Jüttner schildert erstaunliche Erinnerungsentwicklungen bei einem Beamten, der gleich nach der Demonstration nicht zu sagen wusste, wer denn von wo gerufen hat und sich 240 Tage später dann doch an den VW-Bus und an König erinnerte.

Vereidigen wollte der Vorsitzende Richter den Zeugen trotz eines entsprechenden Antrages der Verteidigung lieber nicht, heißt es in dem Beitrag…. Der Richter wird schon seinen Grund dafür haben. Ein Polizist sagte aus, ein verfolgter Steinewerfer sei aus Königs Bus herausgezerrt worden, aber auf einem Video soll zu sehen sein, wie der Besagte sich hinten an den Bus festkrallt und ein Polizist auf ihn einprügelt, bis er ihn losreißen kann ...

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