Rezension Zivilrecht: Europäisches Privatrecht

Heiderhoff, Europäisches Privatrecht, 3. Auflage, C.F. Müller 2012 Von Ref. iur. Arian Nazari-Khanachayi, Frankfurt am Main Bettina Heiderhoff, Inhaberin eines Lehrstuhls für Bürgerliches Recht mit Schwerpunkt Familien- und Erbrecht sowie Europäisches Privatrecht in Hamburg,bringt nun in 3. Auflage ihr Lehrbuch zum Europäischen Privatrecht auf den Markt. Mit dieser 3. Auflage ist sie von einem spezialisierten Fachverlag ins Hause C.F. Müller unter anderem deswegen „gezogen“, weil die zunehmende Bedeutung des Europäischen Privatrechts eine großflächige Verbreitung dieser Materie erfordert (vgl. näher Vorwort). Die heutige Rechtsordnung ist durchtränkt mit europarechtlichen Vorgaben aller Art. Das nationale (Privat-)Recht kann daher nur noch dann vollumfänglich durchdrungen werden, wenn die europarechtliche Dimension und die systematischen Zusammenhänge zwischen der nationalen und dieser „supranationalen Rechtsordnung“ verstanden wurde. Neue Facetten erlangt das Europarecht dabei nicht nur durch Abschluss neuerlicher Verträge auf der Grundlage des Art. 23 Abs. 1 GG, sondern speziell wegen alltäglichen Konstellationen, die nunmehr im Lichte der europäischen Vorgaben zu beurteilen sind: während beispielsweise die Nacherfüllung vor der Schuldrechtsreform nie zu einem schadensersatzähnlichen Anspruch geführt hätte, hat die europarechtliche Determination des Privatrechts, namentlich die Verbrauchsgüterkauf-RL, zu einer mehr als nur fragwürdigen Ausweitung des Begriffs Inhalt in § 439 Abs. 1 BGB geführt, damit zahlreiche dogmatische Grundsatz- und sonstige Folgefragen aufgeworfen (näher hierzu Rn. 465 ff., insb. Rn. 471). In diesem Falle könnte man sich durchaus fragen, ob dem Verkäufer ein Staatshaftungsanspruch aufgrund unzulänglicher Umsetzung der Verbrauchsgüterkauf-RL zustehen müsste (hierzu lesenswert Rn. 90 mit Fn. 17) ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK