Jugendstrafe wegen Schwere der Schuld

Häufig, sehr häufig muss ich der Bundesgerichtshof in letzter Zeit mit der Frage auseinandersetzten, ob das Tatgericht die Jugendstrafe in beanstandungsfreier Weise zugemessen hat.

Das Landgericht Rostock hatte den Angeklagten wegen (besonders) schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit versuchter (besonders) schwerer räuberischer Erpressung und mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten verurteilt (BGH, Beschluss vom 2. 8. 2012 - 3 StR 209/12 (LG Rostock)).

Das Landgericht hatte sich aber nicht mit der Frage auseinandergesetzt, ob, wegen des bestehenden Vorrang des Erziehungszwecks, zur Zeit der Hauptverhandlung überhaupt noch Erziehungsdefizite bei dem Jugendlichen vorhanden waren, die eine Jugendstrafe zur Einwirkung auf den Jugendlichen erforderlich machten. Die Revision des Angeklagten war insofern erfolgreich. Seine Entscheidung begründet der Bundesgerichtshof wie folgt:

„Die Strafzumessung hält der Nachprüfung nicht stand ...

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