“Backfire” und die Gefahren gründlicher Vorbereitung

Fristlos. Das musste so kommen, unbedingt. Der Kläger hat es einfach nicht geschafft, sich in den zurückliegenden 12 Monaten beim Arbeitgeber zu melden.

Wir alle haben ja mal zu viel zu tun, um unsere Freundschaften zu pflegen.

Der Arbeitgeber wusste nur, dass – bis vor etwa 12 Monaten – sein Mitarbeiter eine befristete Rente wegen vorübergehender Erwerbsunfähigkeit hatte. Dann folgten vergebliche Telefonate, Schreiben, Auskunftsersuchen, Bitten, sich beim Betriebsarzt vorzustellen. Vergeblich. Nach dem dritten versäumten Arzttermin (und ohne jede Rückmeldung) hat der Arbeitgeber zur Kündigung gegriffen.

Das weckt gewaltig auf! Zwischen Kündigung und – anwaltlicher – Kündigungsschutzklage liegen rekordverdächtige drei Tage. Und sie hat 8 Seiten. Die Kündigungsschutzklage. Es geht um die ganz großen Fragen.

Ein PKH-Antrag kam auch mit der Klage.

Die Akte hatte bereits eine ziemliche Dicke. Also wird ein Zeitstrahl gefertigt: Wann war der letzte verpasste Termin, gab es eine Abmahnung – wann? -, Betriebsratsanhörung, Integrationsamt (klar: Schwerbehinderung), unverzüglicher Kündigungsausspruch. Zeit und Mühen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK