Professor attackiert Hochschulleitung in der Vorlesung und billigt Verbreitung eines Mitschnitts in Youtube – Geldbuße berechtigt

Nachfolgend ein Fall, der den Autor dieser Zeilen aus verständlichen Gründen hat aufhorchen lassen. Dass in einer Vorlesung „falsche“ Lehrmeinungen widerlegt und dabei auch Ross und Reiter genannt werden, ist sicherlich nicht unüblich und selbstverständlich nicht zu beanstanden. Es gibt allerdings Grenzen der Kollegenschelte. Nicht mehr durch die Wissenschafts- und Meinungsfreiheit gedeckt ist es, wenn ein Hochschullehrer die Hochschulleitung massiv angreift und verächtlich macht, und diese Schelte sodann – mit seiner Billigung – ins Internet eingestellt wird. So verhielt es sich in einem Fall, den das VG Berlin (Urteil vom 29.10.2012 – Az. 80 K 23.12. OL) kürzlich zu entscheiden hatte. Ein Professor einer Berliner Universität (C2) nahm im Rahmen einer Vorlesung zu einem Plagiatsfall an der Hochschule Stellung. In diesem Zusammenhang brachte er schwere Anschuldigungen gegen die Mitglieder des akademischen Rates und anderer Hochschulgremien vor. Sie hätten unter anderem neun Monate lang hinsichtlich des Plagiatsfalls eisern geschwiegen. Er verglich das dabei mit dem „Gesetz der Mafia Omerta“. Die Leitung der Hochschule habe eine Strafvereitelung im Amt begangen, weil sie den Kollegen nicht angezeigt habe ...

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