Fluggästen stehen auch Ausgleichszahlungen bei Verspätungen von mehr als drei Stunden zu

Immer wieder kommt es vor, dass Fluggäste von Verspätungen betroffen sind, was für diese oftmals mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Viele fordern dann eine Ausgleichsleistung als Entschädigung. Doch steht ihnen eine solche überhaupt zu? Der Europäische Gerichtshof musste sich im zugrundeliegenden Fall mit dieser Frage auseinandersetzen.

Ausgleichszahlung bei mehr als drei Stunden Verspätung

Bei Verzögerungen ihres Fluges gewährt die Verordnung über Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen Fluggästen generell Unterstützung. Zudem hat der Europäische Gerichtshof in einem früheren Urteil entschieden, dass Fluggästen, deren Flug eine derartige Verspätung hat, dass sie ihr Finalziel mindestens drei Stunden später erreichen, Ausgleichszahlungen zustehen, auch wenn die Verordnung dies nur vorsieht, wenn der Flug komplett annuliert wurde. Eine derartige pauschale Ausgleichszahlung (je nach Entfernung 250 bis 600 Euro) wird mit Hilfe des letzten Zielortes festgelegt, an dem die Fluggäste später als geplant ankommen.

Im konkreten Fall ging es um eine Klägerin, die eine Flug von Bremen über Paris und São Paulo nach Asunción buchte. Der Flug von Bremen nach Paris begann bereits mit einer Verspätung von zweieinhalb Stunden ...

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