Wie ist es um die Sprachkompetenz der Jurastudenten bestellt?

Zu meinen Standardausführungen bei Begrüßungsveranstaltungen und kleinen Einlagen in Fachvorlesungen gehört der Hinweis auf die unumgängliche sichere Beherrschung der Sprache in Wort und Schrift, wenn man erfolgreich im juristischen Studium und dem späteren Berufsleben sein möchte. Es führt kein Weg daran vorbei, sich souverän, leicht verständlich und stilsicher auszudrücken; anders werden Sie in der Welt der Juristerei einfach keinen richtigen Stand finden, denn als Jurist agieren Sie nun einmal in der Sprache: Während Naturwissenschaftler sich mit Zahlen und Formeln verständigen können, haben Juristen allein das Wort und die Schrift zur Verfügung.

Nun soll eine neuere Untersuchung belegen, dass es um die Sprachkompetenz der Jurastundenten nicht gerade erfreulich bestellt ist. Es sei leider eine “Tatsache, dass die Studierenden bereits an mittelschweren Texten scheitern.” Ein Auszug aus dem Interview:

SPIEGEL ONLINE: Frau Nord, Sie machen sich Sorgen um die Sprachkompetenz der Jura-Studenten. Warum?

Nord: Seit ein paar Jahren kommt es mir schon so vor, als habe sich die Sprachkompetenz der Jurastudenten verschlechtert, sogar bei eigentlich leistungsstarken Studierenden. Weil ich jeden Tag so viele falsche studentische Texte zu lesen bekomme, hat selbst mein eigenes Sprachgefühl gelitten. Jetzt wollte ich das verifizieren, um zu zeigen, dass es sich nicht nur um professorales Gemoser handelt.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben zuerst Textproben ihrer Studenten auf Fehler untersuchen lassen und danach einen Sprachkompetenztest durchgeführt ...

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    spiegel.de - 23 Leser - "Vollumfänglich", "übervorteilt", "verlustig" - Juristendeutsch kann grausam sein. Doch Jura-Professorin Jantina Nord fand heraus, dass ihre Studenten nicht nur an Fachvokabeln scheitern, sondern an grundlegenden Grammatikregeln. Vor allem der Konjunktiv ist ihnen nicht geheuer.

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